Jede Stadt hat ihren ganz eigenen Stil. Dieser zeigt sich nicht nur in Kultur, Geschichte und Architektur, sondern auch in der Fashionszene. Doch welches sind die wichtigsten Modemetropolen? Und wo kleiden sich die Menschen eher lässig, wo schick und elegant?

Berlin: Mode-Mekka mit einzigartigem Stil  

Berlin gilt als „place to be“ in Sachen Mode. Hier wird ausprobiert und experimentiert, immer auf der Suche nach individuellen, aufregenden Trends.

Stylisch und cool - der Look der Berlinerinnen. Foto: berlinpictures/shutterstock.com

Auf der Berlin Fashion Week präsentieren die Designer jedes Jahr ihre neuesten Kreationen und locken damit Promis und Fashionistas an die Spree. Das Besondere: Im Gegensatz zu etablierten Modemessen in Mailand, Paris und New York, wo vor allem bekannte Marken wie Gucci, Prada oder Chanel ihre Mode zeigen, bietet die Fashion Week auch deutschen Jungdesignern eine Plattform. Sie finden in der Hauptstadt ein kreatives Umfeld, um ihre coolen und stylischen Designideen umzusetzen. Auch einheimische Labels erobern von hier aus die Laufstege der Welt.

Berlin steht vor allem für junges Design und innovative Ideen. Persönlichkeit und Individualität stehen bei der typischen Berliner Streetwear im Vordergrund. Wichtige Inspirationsquellen sind die Clubkultur und Kunstszene. Da werden Sneakers zum Abendkleid getragen, Muster, Schnitte und Farben wild kombiniert. Auffallen ist erlaubt und erwünscht. Mit einem ständig variierenden Mix aus Alt und Neu, Nachlässig und Hochwertig setzen die Berliner ihre Looks ständig neu in Szene.

London calling: Mode made in England

Die Hauptstadt an der Themse reiht sich nahtlos in die Riege der bedeutenden Modemetropolen der Welt ein. Trends made in London sind vor allem provokant, exzentrisch, rockig – und das macht London als Modestadt so aufregend.

Anfang der 60er-Jahre erfand die britische Modedesignerin Mary Quant in London den Minirock; Mitte der Siebziger etablierte Vivienne Westwood von dort aus den Punk Rock in der Mode, und der Londoner Designer Paul Smith kreierte mit seinen Entwürfen einen ganz neuen Stil: Viele Einflüsse aus der britischen Metropole haben die internationale Modewelt geprägt. Und auch heute noch werden hier ständig neue Trends geschaffen.
London macht seinem Titel als Geburtsstadt des Punk alle Ehre: Genauso experimentierfreudig wie die provokativen Entwürfe von Vivienne Westwood aus den Siebzigern fallen die Looks aus, die Newcomer-Talente zweimal im Jahr auf der London Fashion Weekpräsentieren. Diese ist inzwischen ein fester Termin im internationalen Showkalender und steht vor allem für ihre extravaganten, avantgardistischen Shows. Die Hauptstadt ist multikulturell und international – das spiegelt sich auch im Nebeneinander der unterschiedlichsten Trends wider. Auf lässigen Streetstyle, beeinflusst durch Punk und Underground, treffen zum Beispiel englischer Landhaus-Chic und klassische Evergreens. Da werden edle Klassiker wie der berühmte Burberry-Trenchcoat mit Flohmarkt-Schnäppchen und Vintage-Kleidung gemixt; Frauen tragen Biker-Lederjacken und derbe Boots zu eleganten Kleidern, Männer Designer-Sakkos zur lässigen Jeans im Used-Look. Londoner Fashion ist Inspiration pur für alle Modefans, die einen vielseitigen Stil lieben.

New York: Fashion aus dem Big Apple

New York gilt als wichtigste Modemetropole der Welt. Foto: Nick Starichenko/shutterstock.com

New York City ist eine Stadt der Superlative. Alles ist größer, höher, schneller –  imposante Wolkenkratzer, unbegrenzte Freiheit und Möglichkeiten. Das gilt auch für die Mode: Nicht ohne Grund ist die Stadt am Hudson River die wichtigste Modemetropole weltweit.

Jedes Jahr im Februar und September bildet die New York Fashion Week den Auftakt der jährlich weltweit stattfindenden Modewochen. Alle Labels mit Rang und Namen wie Michael Kors, Alexander Wang, Marc Jacobs oder Victoria Beckham stellen ihre Kollektionen vor. Die über 50 Hauptshows sind das Fashion-Event des Jahres, zahlreiche Stars und Sternchen, Schauspieler, Models und It-Girls sind anwesend.

Überall auf den Straßen New Yorks findet man Inspiration für kreative Styling-Ideen: Der Streetstyle der New Yorker ist einzigartig und legendär. Die coolen Outfits von Sarah Jessica Parker und Blake Lively in den Serien „Sex and the City“ und „Gossip Girl“ haben Modegeschichte geschrieben. Ganz egal, wo man sich gerade aufhält – an jeder Ecke New Yorks sieht man einzigartige Looks. Der Stil der New YorkerInnen ist so facettenreich wie die Menschen und die Stadt selbst. Während in Manhattan eher cleane Outfits mit teuren Designerteilen angesagt sind, wird in den coolen Vierteln Soho und Brooklyn Experimentierfreude großgeschrieben. Die Outfits der stylischen New YorkerInnen sind oft gewagt, farbenfroh und durch Stilbruch geprägt. Zu Designer-Couture kombinieren sie gerne Teile aus Pop- und Subkulturen oder Street-Wear. Ganz egal ob lässig oder chic: Die Looks sind immer kreativ, mutig und selbstbewusst.